Verbindungen..


Manchmal gehe ich durch die Stadt und verstehe nicht ,warum man so wenig diese Ballungszentren nutzt um ein großartigen Freundeskreis zu haben.Und wenn es um die Liebe geht, dann ist  selbst der fernste Planet näher als der eigene Stadtbezirk.Also ich hatte schon Fernbeziehungen und wahrscheinlich ist es auch diese Sehnsucht, die man entwickelt eine Triebfeder .

Aber kurzum warum haben wir keine Sehnsucht uns mit den Menschen in den Waggon in einer U Bahn zu unterhalten.Und es liegt nun wirklich nicht mehr nur daran, das alle sich mit Kopfhörer im Ohr,Smartphone oder Buch vor der Nase, diese Zeit mit einem Smalltalk mit fremden Menschen zu vertreiben. So viele Fahrgäste sind mittlerweile auch einfach sitzend mit starren Blick aufs das nächste Plakat anstatt sich anzusehen und vielleicht anzulächeln.Es  ist einfach keine Mode sich anzusprechen, denn man könnte als nicht ganz normal gehalten werden. Vielleicht  als alkoholisiert, oder geistig verwirrt oder da  gar mit Ausländern reden,da könnte es ja Stress geben, die denken man will bei denen Tee trinken und zack ist man in irgend so einer Sache gelandet. Also man verdächtigt sich erstmal. Es gibt Momente da kann ich das verstehen, denn wenn der Fussballverein verloren hat, oder die Nachrichten wiedermal miserabel waren, dann schaut man morgens in zerknirschte Gesichter. Aber gerade da wären doch ein paar aufmunterne Worte schön, oder nicht?

Wenn man in ( wie heisst das heutzutage  einen „Club“) eine Diskothek geht, geht es auch nur darum auf das beste Lied zu tanzen und schick zu saufen. Und man sucht sich die Kontakte eigentlich nicht mehr dort…Es sei denn man wurde als Single auf einer Party verlost.Vielleicht sehe ich das aber auch verkehrt, denn es soll ja durchaus ältere( und verzweifelte) Herren geben, die mit den Cocktaileinladungen nicht geizen und sich erhoffen, nicht nur die Geldbörse zu schmälern.Das alte Abschleppspiel eben.

Aber wie kann man in einem Ballungsgebiet wie Berlin nun neue Freunde finden und  sie auch erstmal richtig kennen zu lernen.

Ich habe dazu folgende Idee. Man sucht sich einen Kreis wo man wirklich interessante Leute findet, also nun nicht gerade im Kollegenkreis. Oft machen die Arbeitgeber daraus einen Staatsakt, wenn sich Paare aufgrund des ständigen Zusammengluckens ( bis zu 42 Stunden regelmässig in der Woche, das länger ist als in jeder Freizeit, wo man nur geschafft sich ein Essen einfährt und schon müde ist )UR-plötzlich finden und  dann vielleicht auch noch liebkosen.. Nein, das geht nicht.

Also nehmen wir mal an ein Student könnte zum Beispiel ein Start Up gründen für eine Kochschule mit gemeinsamen Essen mit Asylanten. Und dabei lernen die Deutschen von den Asylanten- und sie müssen über das exotische Essen wohl oder übel diskutieren.. , denn das Rezept kommt in ein Kochbuch.

Vorteil ist jeder muss sich gemeinsam( sozialverträglich) beschäftigen, lernt sich beim kochen kennen und es hat was vom Urlaub. Denkt ihr das ist abgehoben? Nein , das gibt es.

Gut, dann noch eine Idee.Du triffst Dich in einem Lachclub und machst mit einer Gruppe Menschen alberne Lachübungen und weil das Lachen so befreiend ist, findest Du die Menschen gleich sympathisch und freundest Dich mit den lockeren Lachyogis an. Klingt doch verrückt ,oder?Fakt ist, aus der Zeit meiner Lachyogaaktivität haben sich langjährige Freundschaften entwickelt.

Solche Dinge sind natürlich exotisch, denn wenn ich es mir recht überlege erscheint es mir da schon fast plausibler einfach ein paar Leute öfter anzusprechen und zu schauen, ob sich ein Gespräch entwickelt oder ein Treffen.Übrigens kann man so etwas auch in der Gruppe zumindest online über Facebook trainieren. Im Monatsmob stellt man sich dieser Herausforderung und berichtet in der Gruppe, wie es einen damit ergangen ist.Ich persönlich muss diesen Monat noch viel aufholen.

Der Tipp der Gründer Stefan und Alex : Einfach die Leute nach dem Weg fragen..

Gut, in der Bahn macht das Sinn, wenn man eine Stunde Weg hat sollte man die Person auch gleich charmant in ein Gespräch verwickeln..

Meine persönliche Erfahrung ist , das man sich tunlichst aus Freundschaftsverbänden raushalten sollte, denn eine eingeschworene Gemeinschaft hat so etwas wie einen Ehrenkodex, den man nicht so leicht erahnt, aber ziemlich schnell übertreten kann, wenn jeder seine Beobachtung macht und es zum Tratsch kommt.Wahrscheinlich bin ich aber auch grundsätzlich eher ein Einzelgänger.

Und natürlich muss man auch  mit sich selbst erstmal im Reinen sein, um sich auf Neues einzulassen.

Es ist nicht immer so einfach alles so zu sehen, wie die Anderen. Und man kann alles nur so offen und tolerant begegnen, wenn man gewillt ist anzuerkennen,das manche völlig Anders ticken.

Kürzlich war ich ziemlich bestürzt, weil sich ein befreundetes Paar  in meinen Augen ständig anzickte.

Aber beide beteuerten verliebt, das dies nur ein Necken ist.Da zeigte sich mir als harmoniesüchtiger Mensch ein Paradigma.Gut, das meine Blicke Bände sprachen und es recht schnell eine Aufklärung für das befremdliche Benehmen gab.

Bei manchen Leuten funktioniert es aber nicht so gut, nämlich dann wenn die Freunde  wissen was gut für einen ist, und so absurde Vorschläge (zugunsten für Dritte)machen, die überhaupt nicht zur eigenen Tagesordnung oder Lebensplanung gehören…Und  da kann man als Resumée schon  vermuten, das auch kein einziges Fünkchen Verständnis da ist.Eigentlich ist man nur geschockt,weil man es nicht fassen kann, das da etwas eingerührt wird von jemanden, den man vertraut.

Ja, und wenn man den „guten Vorschlag“ nach einigem Zögern( weil man ja so vieles als gute Freundin tut) ablehnend verneint ,brechen Welten zusammen..Allerdings muß ich zur Verteidigung sagen, das man eben wirklich  nicht zu offen sein sollte, denn sonst ist man ja nicht ganz dicht.Aber selbst das habe ich infrage gestellt, um so etwas wie eine Verbindung zu haben. Letzendlich hat alles nichts gebracht.

Ich kenne auch kein Pardon ,wenn jemand mich gleichsetzt mit den eigenen pubertierenden Teenagern zuhause und ich stellvertretend Muttiprobleme lösen soll.

Also ich muss unbedingt neue Leute kennenlernen…

Und hab ich  noch erwähnt..

Ich bin weiblich, Single, wohne seit 2006 alleine und ich lebe noch!

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