Gestern fragte ich mich als ich meine Schränke ausräumte, wieviel Vergangenheit man schon vergessen hat. Wahrlich da kamen mir in der Küche tausend Tupperdosen entgegengefallen, das mich erinnerte das ich tatsächlich schon mal auf Tupperparties ging, um den sozialen Kontakt zu meinen nichtpassenden Kollegen zu strategisch zu verbessern.
Und mir fiel ein das es ein gewisser Meilenstein in der Vollkommenheit meines Haushaltes darstellte, denn ich wollte auch mit gefüllten Salatschüsseln zu Parties, und diese Vereinfachung des Haushaltes war ja so wichtig.Mittlerweile ist mir klar geworden, das ich doch nicht Mamies Tochter geworden bin, und das es der Gesundheit nicht zuträglich ist soviel Plastik im Haushalt zu verwenden. Unglücklicherweise ist das eine Ressourcenverschwendung sich Tupper anzuschaffen, wenn mir meine Mutter vormacht, das es auch mit alten Plastikobstbehältnissen und KLarsichtfolie eine Transportmöglichkeit findet bevor es endgültig in den Müll wandert.Kochen ist eindeutig nicht mein Hobby geworden.
So sinniere ich über Veränderung die mir gar nicht aufgefallen wären, wenn ich nicht ausgeräumt hätte.
Ich fand alte Schuhe und ich bemerkte, das ich über die Hälfte nie getragen hatte, sie nutzlos in der Ecke lagen. Ein paar Stiefel erinnern mich an Startrek und somit an meine längste Beziehungsgeschichte, weil es die Lieblingssendung von ihm war.
Ich hatte fast vergessen, das ich nunmehr seit dieser Zeit auch meine Kontakte fast nur noch durch den Computer kennengelernt hatte. Zuvor hatte ich kein Internet oder meine dementsprechende Beziehung hatte die Technik ständig mit irgendwelchen Computerspielen blockiert..Das hatte ich fast vergessen, das ich seitdem auch kein Fernseher mehr habe und stattdessen am Computer Blogs erstelle und meiner Leidenschaft dem Schreiben nachkomme.
Ich war am meisten gerührt als ich das alte Geschirr meiner Oma abwusch, denn es ist von 1933, da hat meine Oma geheiratet. Sie war immer gastfreundlich und fröhlich. Meinen Opa kannte ich nie. Er war wohl nicht gut zu ihr.Es war das gute Geschirr aus ihrer Vitrine im Wohnzimmer, wo auch alle Andenken aus Afrika und Australien standen.Sie war nie verreist nur ihre Verwandten waren dort und letztendlich auch mein Vater. Und nun ist sie seit 1988 tot.
Meine Eltern sind nun in diesem Alter, und mich packt etwas die Trauer und Angst.
Als ich darüber nachdenke , was mir wohl eine eigene Familie bedeuten könnte erkenne ich, als ich ein Babyfoto des Kindes meiner besten Freundin finde. Sie hat alles darüber vergessen, auch unsere innige Freundschaft.Ihre Kinder sind nun fast aus dem Haus. Als ich sie wiedertraf, benahm sie sich mir gegenüber als ob ich eine Familientherapeutin wäre. Es ist manchmal leicht mit seiner Vergangenheit abzuschliessen und dann einfach nur zu vergessen.familie und Kinder wär wohl nicht meine Rolle gewesen.
Ich habe da eine gute Erinnerung als ich in meinem Wohnzimmer die Bhuddafigur abputze. Ich bin wieder in Sri Lanka und ich sehe die riesigen Pagodentempel morgens um 4 im Sonnenaufgang. Ich bin zufrieden mit mir. Meine Wohnung ist angefüllt mit Bildern und Souvenirs von meinen Reisen und ich habe noch viele Fotos, die ich noch abmalen will.
Ich habe noch viele selbstgemalten Bilder, die ich in der Zeit meiner erwachten Spiritualität gemalt hatte und in einem Esoterikladen ausgestellt hatte.
Ich hatte ja fast vergessen, wie schön es auf der Welt ist und als ich raus schaue in den nahegelegenden Wald, da sehe ich eine große Tanne und mir fällt ein Lied dazu ein..“ Hohe Tannen im Sonnenschein- Heidi -Heidi brauchst Du zum glücklich sein“.
Ich muss schmunzeln über mein naives Gemüt räume weiter auf in meiner Wohnung, die scheinbar ein Traumpfad ist.
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