Friedvoll hänge ich in einer Sofaecke und betrachte versonnen ein Poster aus der Jugendstilzeit. Ich verstehe es , vielleicht muß ich mich verändern..
Ich erarbeitete mir gerade per Video “ Dünnpfiff“ ,so wie es ein wütender Kommentator beschrieb.
Es scheint, das wir in einer Gesellschaft der Belegführung und Registrierung sind.
Aber so weit geht es dann doch gar nicht, denn zuviel Informationen kommen bei den Leuten nicht so gut an, weil sie übersättigt sind. Und dann man gehört immer irgendwo dazu und hat schon eine vorgefertigte Meinung. Stimmt doch, oder?
Man darf sagen was man will, denn dazu ist man ja in der Demokratie, aber letztendlich kommt es immer darauf an, das man eine Lobby hinter sich hat, damit man auch in Zeiten des Krise sich buchstäblich nicht im Kreuzfeuer wiederfindet.
Ich meine, es ist wichtig sich zu irgend jemanden zu gesellen, das sind urtümlich früher die Stämme gewesen, aber Familienverbände gibt es heutzutage ja nicht mehr.
Deswegen kann eine einzelnde Meinung auch vielleicht gehört werden.Meist funktioniert es aber nicht…
Denn es müsste einem inneres Vorbild sein, das allen Leuten entsprechen müsste, das jeder sofort erkennt. Meist wird durch oftmalige Wiederholung das Unterbewußtsein programmiert auf Meinungen. Und wenn ein Einzelnder nun etwas Neues sagt oder etwas das sich nicht so stimmig anhört, weil die Person außerhalb des eigenen Kulturkreises kommt.
Und darum ist es wichtig sich klar und präzise auszudrücken und wenn möglichst ein Zeichen zu tragen. Das nennt man Label früher war es vielleicht ein Stammeszeichen, oder die Flaggen der Länder.Aber nun hat jeder ein Label. Man arbeitet unter einem Label einer Firma und man kauft nach Labels ein..
Denn auf jeder Konservendose ist ein Label genannt Marke, und das ist dann das Produkt. Man kann sich enorm viel Ärger ersparen , wenn man sich ein Label zulegt und vielleicht auch ein Cooperate Design.Das bedeutet man hat dann ein ganzes Management für die Persönlichkeit als Rückrat. Personenbezogen eine Imagepflege, in Marketingkreisen schlicht Führungsleitlinien genannt. Wenn jemand einen Wiedererkennungswert erworben hat ist das schon die halbe Miete. Es geht um ein gewisses Selbstbewußtsein, das man ausstrahlen sollte und man sollte bei einer Marke sein, die eine guten Ruf hat. Jeder kümmert sich darum sich als Verdienst bei einer guten Firma, Verlag,Agenten,Fernsehsender, Radio, Gewerkschaft, Lobbygruppe oder Sendung dabei zu sein, damit man etwas wert ist…Nur dann hat man etwas zu sagen.
So wäre es bei meinem Video von Vorteil gewesen, das ich ein gewisses Charisma mit eindeutigen Sprachfehler gehabt hätte, um mich auch dazu bekennen, das ich mondän bin und hinter das System steige.. Also wäre von Vorteil gewesen hätte ich mich vor einer weißen Leinwand platziert und bedeutungsvoll die Interpunktion eines jeden Satzes mit einer Pause aufgezeigt und dabei meinen Kopf leicht angehoben hätte..Ich hätte mir einen großen Teil von Nichtbeachtung und dem Kommentator mit dem „Dünnschiss“ erspart, wenn ich dazu geheimnisvoll gelächelt hätte und salbungsvoll, wie zu einer Segnung angesetzt hätte , um eigentlich nur meinen Text, den ich von der Wand ablesen wollte, nicht erkennen konnte und mir eine kleine Pause zu erklauen, um abzulesen.
Und damit ist auch schon alles gesagt. Ich habe mir nicht überlegt , was ich sagen werde und es waren Gedanken, die nicht aufsortiert waren zu einem salbungsvollen: „Zum Kuchen backen.. – da brauche ich Mehl! “
Es ist schwer eine Meinung zu haben, wenn man keine Lobby hat oder sich frei bewegt ohne an einem Image gearbeitet zu haben. Es ist wichtig Altes neu zu sagen und dabei das Mark des Unterbewußtsein zu treffen. Sei es durch Wiederholungen, montoner Musik oder einem Markenzeichen.
Das interne System der Gesellschaft mag das nicht. Es ist auch leichter nicht zu denken und mitzufühlen, denn wir sind es nicht mehr gewöhnt.
Denn in den Führungsleitlinien der Gesellschaft steht drin:
Wir wollen konform denken und wir setzen auf Marken.
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