Kellerkinder…


Als ich ein Kleinkind war fühlte ich mich mit meinem Dreirad am Wohlsten da wo mein Vater war-nämlich im Hauskeller, wo er tischlerte. Ich mag den Geruch von Leim und Verdünnung und die Gänge erzeugten in mir keine Ängstlichkeit sondern Neugier, was wohl hinter den vielen Türen verschlossen lag.

Ich habe leider keine allzu handwerkliche Ader entfaltet und bin dereinst ganz nach meiner Mutter gekommen und habe mich im Winter mit Büchern verschanzt und schon früh Tagebuch geschrieben.

So lange ich denken kann hatte meine Mutter eine riesige Bücherregalwand und mich beeindrucken  auch heute noch Wände mit vielen Büchern. Wenn es mir mal nicht so gut geht , dann ist die Buchhandlung mein nächster Dealer und ich kaufe ein Buch.Das erste mal das ich merkte wieviel mir Bücher bedeuten, war als ich auf dem Trödelmarkt mich nciht von der Bücherkiste trennen konnte und mit einigen Exemplaren nach Hause kam.Noch verwunderlicher finde ich immernoch die Leute , die ihre Bücher verschenken, obwohl ich selbst schon mal in meinem spirituellen Wahn eine ganze Batterie Horrosgeschichten von Stephen King verschenkte, die ich selbst einmal geschenkt bekam, ist es mir ein Graus irgendwelche Bücher nicht mitzunehmen, wenn sie mir angeboten werden.

Letztens habe ich wieder eine Lieferung von Amazon bekommen und der Pförtner, der meine Lieferung annahm lächelte wissend und sagte: „So viele Bücher.. ich habe noch eine ganze  Wand im Keller. “

Ich war entsetzt und kam ihm auf die Schliche..“ Und warum geben sie die Bücher nicht in den 2. Hand?“

„Im 2nd Hand bekomme ich nur 15 cent pro Buch, da gebe ich es eher in den Altpapierverwertung da erhalte ich mehr!“Ich fragte ihn warum er die Bücher dann nicht über Amazon verkauft, worauf er antwortete , das es viel zu kompliziert ist..Pünktlich zu Ostern stand vor meiner Tür von der Kellerware und ich freute mich..

Neulich habe ich mich mit meiner Freundin unterhalten und ihre Wohnung kam mir immer wahnsinnig ungemütlich vorund sachlich wie bei einem Kerl vor.Nun weiß ich den Grund. Sie erklärte mir stolz:Sie geht lieber zur Stadtbücherei,denn Bücher lese ich nicht zweimal und sie machen die Wohnung so unordentlich, also liegen sie alle im Keller!

Wenn das so weitergeht mit meinen Bekanntschaften werde ich Asyl im Keller beantragen, damit ich mal zu weiterer Lektüre komme..

 

 

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